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Branche

Braunkohlenbergbau

Braunkohle ist der wichtigste heimische Energieträger. Im Jahr 2009 wurden gut 24,5 Prozent der Bruttostromerzeugung in Deutschland durch die  Braunkohle gedeckt. Umweltfreundlichkeit ist dabei ein wichtiger Faktor. Die deutschen Braunkohlekraftwerke erhöhen seit Jahrzehnten ihren Wirkungsgrad und reduzieren den Schadstoffausstoß kontinuierlich. Die"Clean-Coal-Technologie" könnte ab 2020 einen Quantensprung in der CO2-Reduzierung bedeuten.

Braunkohlebagger
Foto: (CC) by Martin Roell

Die Braunkohlenvorkommen in Deutschland belaufen sich auf 78 Milliarden Tonnen. Davon sind - auf der Grundlage der heutigen Technik - etwa 41 Milliarden Tonnen wirtschaftlich gewinnbar. Mit den ansteigenden Energiepreisen wird sich der Anteil wirtschaftlich abbaubarer Vorräte in den nächsten Jahren erhöhen. Die Lagerstätten befinden sich im Rheinland, in der Lausitz, in Mitteldeutschland, zwischen Leipzig und Halle sowie in Helmstedt.

Die genehmigten und erschlossenen Tagebaue verfügen über eine Kapazität von rund 7 Milliarden Tonnen Braunkohle. Bundesweit waren 2009 einschließlich der Braunkohlekraftwerke 22.605 Beschäftigte im Braunkohlenbergbau tätig. Mit einer Jahresförderung von 169,9 Millionen Tonnen im Jahr 2009 wurde der Wert von 2008 um rund 5,4 Millionen Tonnen unterschritten. Die Braunkohle wird zu über 90 Prozent zur Stromerzeugung eingesetzt. Mit einem Anteil von 24,5 Prozent an der Bruttostromversorgung im Jahr 2009 bildete die Braunkohle neben der Steinkohle und Kernenergie den wichtigsten Pfeiler der deutschen Stromversorgung. Als heimischer Energieträger ist die Braunkohle preisgünstig und -stabil im Vergleich zu anderen Primär-Energieträgern. Zur Erreichung des politischen Ziels der Energieversorgungssicherheit ist der heimische Braunkohlenbergbau unerlässlich.


Wirkungsgrade - Kohlekraftwerke
Foto: IG BCE / Wirtschaftspolitik

CO2-Reduzierung

Die CO2-Reduzierung ist - spätestens seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls - auf allen gesellschaftlichen Ebenen in der Diskussion.

Die deutschen Braunkohlekraftwerke erhöhen seit Jahrzehnten ihren Wirkungsgrad. Der Schadstoffausstoß wird kontinuierlich verringert. So haben heutige neue Braunkohlekraftwerke einen Wirkungsgrad von circa 45 Prozent. Das ist eine Steigerung gegenüber den 60er Jahren um mehr als 50 Prozent. Dadurch werden die Ressourcen und die Umwelt geschont.

Die „Clean-Coal-Technologie" könnte in der Zukunft die Möglichkeit eines Quantensprungs in der CO2-Reduzierung bieten. Die deutschen Braunkohlenverstromer forcieren ihre Forschungsaktivitäten.

Im Rheinischen und im Lausitzer Braunkohlenrevier laufen Projekte bzw. Versuchsanlagen zur CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS-Technologie).


Weiterführende Links und Downloads:
Fakten und Daten zum deutschen Braunkohlenbergbau im Jahr 2009 und Ausblick
Brancheninfo Nr. 13, Juni 2010

Stromspeicher: Notwendig, aber teuer und sowohl qualitativ als auch quantitativ häufig überschätzt
Brancheninfo Nr. 3, März 2010

Braunkohle: Klimapolitik gefährdet den Industriestandort Deutschland
Brancheninfo Nr. 7, Mai 2008

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Nachhaltige Industrie-, Energie und Klimapolitik
Positionen für eine nachhaltige Industrie-, Energie und Klimapolitik - der Standpunkt der IG BCE kurz und prägnant formuliert.
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