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Energie

Energiepolitik der IG BCE

Energiepolitik hat auch aus gewerkschaftlicher Sicht eine hohe ökonomische und politische Bedeutung. Die Zukunft des Industriestandortes Deutschland und nicht zuletzt auch Erfolge in der Beschäftigungspolitik hängen davon ab, ob es gelingt, auf Dauer eine Energiepolitik zu etablieren, die eine sichere, effiziente und auch kostengünstige Energieversorgung gewährleisten kann.

Energiewirtschaft - Kraftwerk Schkopau
Foto: Cintula

Die vielfach beschworene Globalisierung und die Liberalisierung der internationalen und europäischen Märkte kann im Grundsatz nichts daran ändern, dass die Bereitstellung von Energie primär eine Aufgabe bleibt, die in nationaler Verantwortung bewältigt werden muss. Der enorme Energiehunger der wachsenden Ökonomien, zum Beispiel in China und Indien, die politischen Ereignisse in Osteuropa oder auch die extrem schwankenden Kohle-, Öl- und Gaspreise haben erneut gezeigt, dass die Welt nach wie vor nicht von Stabilität und Kontinuität geprägt ist - weder wirtschaftlich noch politisch und schon gar nicht auf den Energiemärkten. Energie, gleich in welcher Form, ist eben ein wirtschaftliches und strategisches Gut von herausragender Bedeutung, deshalb wird sie auch in Zukunft weit krisenanfälliger sein als alle anderen Wirtschaftsgüter.


Energiekonsens als Grundlage

Die IG BCE beteiligt sich an  den Diskussionen um ein energiepolitisches Gesamtkonzept bis 2020 und darüber hinaus. Denn Grundlage einer jeden tragfähigen und zukunftsweisenden Energiepolitik kann nach Auffassung der IG BCE nur ein Konsens über die wichtigen Eckpunkte sein, also ein Mindestmaß an Übereinstimmung zwischen Produzenten und Verbrauchern sowie den relevanten gesellschaftlichen und politischen Gruppen. Ansonsten werden nur Orientierungslosigkeit oder Blockaden produziert. Dieser Konsens darf sich aber keineswegs nur auf die bereits vereinbarte Regelung der Laufzeiten von Kernkraftwerken beschränken, sondern muss auf alle wesentlichen Elemente der Energiepolitik ausgedehnt werden. Dabei setzt jeder wirklich tragfähige Konsens ein gehöriges Maß an Realitätsbewusstsein und das ernsthafte Bemühen um den Ausgleich der unterschiedlichen Zielsetzungen und Interessen voraus. Die IG BCE wird weiter darauf drängen, einen umfassenden Energiekonsens herzustellen. Sie erwartet von einer zukunftsweisenden Energiepolitik, dass sie die bewährten Prinzipien des Energiemixes sichert und kontinuierlich fortentwickelt. Grundprinzip muss das ausgewogene Miteinander der verschiedenen Energieträger und Erzeugungsarten sein. Dies ist wegen der enormen Höhe der Investitionen und der dazu nötigen Stetigkeit und Zuverlässigkeit volkswirtschaftlich dringend geboten. Angesichts der international gestiegenen Energiepreise und der zunehmenden Versorgungsrisiken muss die deutsche Energiepolitik alle vorhandenen Versorgungsoptionen offen halten; einzelne Energieträger dürfen nicht aus ideologischen Gründen aufgegeben werden.


Energiemix hat sich bewährt

Der praktizierte Energiemix aus Kohle, Öl, Gas, Kernenergie  und Erneuerbaren hat sich in vieler Hinsicht bewährt, er bildete und bildet die Grundlage für das erfolgreiche deutsche Wirtschaftsmodell. Angesichts der zu erwartenden weltweiten Entwicklung bietet er auch die besten Ausgangsvoraussetzungen, um sich gegen Risiken zu wappnen. Dabei müssen die heimischen Energieträger Steinkohle und Braunkohle als bedeutende Sicherheitsfaktoren erhalten bleiben und einen wesentlichen Anteil der Stromerzeugung abdecken.


Weiterführende Links und Downloads:
Verantwortungsvoller Umgang mit der Kernenergie


Heimische Kohle weiter nutzen


Energiepolitik Nachhaltigkeit


Emissionshandel


Beschäftigung im Energiesektor


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