Als Thema sollte Gesundheit stärker in den Mittelpunkt rücken und nachhaltig besetzt werden. "Wir wollten mit dem Preis die vielen Aktivitäten in den Betrieben bündeln und gute Ideen bekannt machen", sagt Bezirksleiter Erhard Koppitz.
Ort für die Preisverleihung ist das Kulturhaus Wolfen. "Kein Zufall", sagt Erhard Koppitz. Er möchte mit der Nähe zur dortigen Solarwirtschaft auch eine Ausstrahlung in eine Branche erreichen, die für die Gewerkschaft eher schwer zugänglich ist: "Mit dem Thema Gesundheit können wir sowohl Mitarbeiter".
Alle zwei Jahre organisiert der Bezirk Halle-Magdeburg eine Fachkonferenz, die den "Goldenen Apfel" auslobt. 2008 wurde er erstmalig verliehen, in Anwesenheit der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Damals hatten sich 10 Unternehmen beworben. In diesem Jahr sind es schon 17 Betriebe. Bewertet werden die Einreichungen auch danach, wie innovativ ihre Ideen sind.Die european salt company GmbH & Co. KG, kurz: esco, ist einer der Bewerber um den Preis. Die Firma in Bernburg hat mit ihrem Gesundheitsprogramm Checken - Training - Fitness besonders die jungen Mitarbeiter im Auge, die noch keinerlei Beschwerden haben. Wer geht schon zum Arzt, wenn ihm nichts weh tut? Der Ansatz heißt Vorbeugung: junge Mitarbeiter werden einem Gesundheitscheck und einer Haltungsanalyse unterzogen und anhand der ärztlichen Ergebnisse ein Fitnessprogramm erstellt. Aus den Bewerbungsunterlagen zum Gesundheitspreis, Mitarbeitergesprächen und Betriebsbesichtungen wurde klar, das eine der häufigsten Krankheitsursachen Stress ist. Der Bezirk reagiert darauf und plant nun gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt ein neues Projekt zu diesem Thema.
Schirmherrin für den Gesundheitspreis 2010, der am 25. Mai im Kulturhaus Wolfen verliehen wird, ist Edeltraud Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE.
(Susanne Kettelför)