Seit dem Herbst 2008, dem Beginn der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, ist auch die keramische Industrie in Deutschland stark negativ betroffen. Dies gilt sowohl für den grobkeramischen als auch den feinkeramischen Bereich.
Insbesondere die feinkeramische Branche und hier wiederum der Bereich Porzellan gilt seit langer Zeit als so genannte Strukturkrisenbranche.
Seit Mitte der 90er Jahre gingen in diesen Teilbranchen mehr als zweidrittel der Arbeitsplätze verloren.
Die Unternehmen im Fliesen- und sanitärkeramischen Bereich aber auch in den bauabhängigen grobkeramischen Industrien wie Zement und Ziegel ist die schwache Baukonjunktur der limitierende Faktor.
Eine Ausnahme innerhalb der Feinkeramik bildet die technische Keramik.
Mit Beginn des Jahres 2010 sind in Teilbereichen, wie der Feuerfestindustrie aber auch der Kalkindustrie, wieder leichte Zuwächse festzustellen. Ein Ende des Beschäftigungsabbaus in fast allen Teilbranchen ist jedoch nicht in Sicht.